Der GLGK vom BDKJ und der Holzabzeichen-Kurs ?!
Vor ein paar Wochen haben Teile der Leiterrunde einen Kurs gemacht, aus dem Anlass hier mal eine Übersicht über die Schulungen, die unsere Leiterrunde hat.
Kurz nachdem wir alle vom Vorstand zum Leiter berufen wurden haben wir einen Kurs über das „Leiter sein“ besucht.
Für die meisten von uns war das der GLGK (GruppenLeiter GrundKurs) der mehrmals jährlich vom BDKJ (Bund Deutscher Katholischer Jugend) angeboten wird.
Hier kommen wir dann für fast eine Woche, oder mehrere Wochenenden, mit angehenden Gruppenleitern aus verschiedener Gruppierungen zusammen. Das heißt es geht nicht nur um die Pfadfinder sondern zum Beispiel auch um Messdiener, Jungschützen und die KJG.
Hier werden die Grundlagen der Leitertätigkeit vermittelt, z.B.: Recht, Aufsichtspflicht und Jugendschutz, Spielideen, Gruppendynamik und Erfahrungswelt von Kindern.
Danach werden die Neu-Leiter innerhalb vom Stamm weiter begleitet. Das heißt in erster Linie, dass die Leiterteams der Stufen auch immer aus erfahreneren Leitern bestehen, sodass man voneinander lernen kann. Dieses System gilt auch für die Vorbereitung von Aktionen und Lägern und ist mit Blick auf die Leiterrunde, sehr erfolgreich!
Nachdem man die ersten Erfahrungen gesammelt hat, gibt es immer wieder Weiterbildungsmöglichkeiten.
So gibt es Stammes intern zum Beispiel regelmäßig „Schwarzzeug-Schulungen“ in denen Leiter, aber auch Rover und Mitarbeiter den Umgang mit dem Zeltmaterial und die passenden Knoten lernen.
Teile der Leiterrunde haben den Rettungsschwimmerschein beim DLRG gemacht, andere haben gelernt, wie man beim Kistenklettern korrekt sichert.
Wichtig für uns ist es auch regelmäßig Erste-Hilfe-Kurse zu besuchen, um den Umgang mit unserem Erste-Hilfe-Koffer aufzufrischen, so dass wir bei Notfällen auch während Wanderungen oder auf abgelegenen Zeltplätzen bestmögliche Hilfe bieten können.
Kommen wir zum Woodbadge-Kurs (WBK):
Dieser Kurs ist eine international anerkannte Pfadfinderausbildung. Wenn man ein Weltpfadfinder-Treffen besuchen möchte, werden nur Gruppenleiter als solche anerkannt, die einen WBK abgeschlossen haben.
Man kriegt bei Abschluss dieses Kurses nicht nur ein Zertifikat, sondern ein Halstuch mit Aufnäher, einen Halstuchknoten und ein Lederband mit zwei Holzklötzchen, hier kommt auch der Name her.
Innerhalb der DPSG ist der erste Schritt um zu diesen Ehren zu kommen ein Aufbaukurs zum GLGK.
Diesen ersten Schritt haben einige unserer Leiter am Wochenende vom 12. und 13.11.11 in unserem Pfarrheim, zusammen mit den zwei Bildungsreferenten und anderen Leitern unseres Bezirkes, gemacht.
So haben wir uns mit unserer Leiteridentität befasst, haben die Grundpfeiler der Weltpfadfinderbewegung und der DPSG kennen gelernt und überlegt wie wir diese Werte und Ideen in der praktischen Arbeit anwenden können und vor allen Dingen, wie wir diese Themen auch für Kinder verständlich machen können.
Weiter ging es mit Fahrlässigkeit und Versicherungsschutz. Was deckt die Pfadfinderversicherung ab, was nicht und wann greif diese überhaupt?
Zu guter Letzt haben wir uns mit dem Thema Gewalt und Misshandlung beschäftig. Welche Formen von Gewalt gibt es? Was sind Anzeichen, dass eine Misshandlung vorliegt? Was können wir als Gruppenleiter in so einer Situation tun? Durch ein Rollenspiel waren wir in der Lage uns mit dem Thema vertraut zu machen und uns über unsere eigenen Gefühle und Gedanken hierzu bewusst zu werden. Den Abschluss machten Übungen zur Selbstbehauptung um genau solchen Situationen zuvor zu kommen.
Wir wollen alle weiter lernen! Als nächstes müssen wir noch einige Modulkurse machen, zum Beispiel zu Spiritualität und pfadfinderischen Techniken. Wenn wir diese alle besucht haben, steht der eigentliche WBK an, ein einwöchiger Kurs der verschiedene Themen noch einmal aufgreift und vertieft. Hierbei wird auch eine Idee entwickelt, die innerhalb eines halben Jahres in der Stammesarbeit ausprobiert werden soll. Das kann sich auf bestimmte Aktionen beziehen, auf Inhalte von Gruppenstunden oder auch Methoden für die Leiterrunde.
Nach dieser Zeit kommt man nochmal mit seinen Woodbadge-Teamern zusammen und muss in einem Gespräch diese Erfahrung und den ganzen Kurs reflektieren. Die Teamer entscheiden dann ob sie uns für geeignet halten, wenn ja, kriegen wir bald unseren ganz eigenen Holzklötzchen.
Wenn ihr hierzu noch mehr Informationen haben wollt, schaut doch mal ins Internet, zum Beispiel hier:
http://scout-o-wiki.de/index.php/Woodbadge
http://org.scoutnet.de/dpsg/nrs/district/training/index.html

